Berichtsheft Orthopädieschuhmacher
Ein Berichtsheft für Orthopädieschuhmacher ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsnachweis (§43 BBiG), in dem Auszubildende wöchentlich ihre Tätigkeiten und Lerninhalte über die gesamte 3.5-jährige Ausbildungsdauer dokumentieren. Als Orthopädieschuhmacher fertigst du medizinisch notwendige Schuhe, Einlagen und Schuhzurichtungen für Menschen mit Fußerkrankungen, Fehlstellungen oder nach Amputationen. Du arbeitest nach ärztlichen Verordnungen und kooperierst eng mit Orthopäden, Podologen und Physiotherapeuten. Zu deinen Tätigkeiten gehören das Abnehmen von Fußabdrücken und Gipsen, die Herstellung individueller Einlagen (Pelotten, Bettungen), orthopädischer Maßschuhe und die Schuhzurichtung (Ballenrollen, Absatzerhöhungen, Pronations- und Supinationskeile). Abrechnung mit Kranken- und Pflegekassen ist ebenfalls Bestandteil des Berufs. Im Berichtsheft beschreibst du wöchentlich konkret, welche Versorgungen du durchgeführt hast, welche Diagnosen relevant waren und welche handwerklichen Schritte du unternommen hast. Fachbegriffe wie Hallux valgus, Spreizfuß, Plattfuß, Pedobarographie, Leistenfertigung, Einlagenindikation (GKV-Hilfsmittelverzeichnis), Bettung, Pelotte und Schuhzurichtung nach DIN EN 12943 gehören regelmäßig rein. Häufiger Fehler: Azubis schreiben zu allgemein ohne Diagnose, Indikation und Kassenrechtsbezug.
Auf einen Blick
3.5
Jahre Ausbildung
HWK
Zuständige Kammer
11
Rahmenplan-Positionen
Das Berichtsheft ist laut §43 BBiG Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Rahmenplan-Daten basieren auf der BIBB-Datenbank und gesetze-im-internet.de.
Was steht im Ausbildungsrahmenplan für Orthopädieschuhmacher?
Diese Berufsbildpositionen definieren was du in deiner Ausbildung lernst. Die Begriffe sollten in deinem Berichtsheft vorkommen.
| Nr. | Berufsbildposition | Wochen |
|---|---|---|
| 1 | Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht | 4 |
| 2 | Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes | 3 |
| 3 | Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit | 3 |
| 4 | Anatomie und Pathologie des Fußes | 10 |
| 5 | Fußmessung und Druckverteilungsanalyse | 10 |
| 6 | Einlagenherstellung | 14 |
| 7 | Schuhzurichtungen und Adaptationen | 12 |
| 8 | Orthopädische Maßschuhe | 14 |
| 9 | Prothesenversorgung und Amputationsnachsorge | 6 |
| 10 | Kassenrecht und Abrechnung | 8 |
| 11 | Qualitätssicherung und Dokumentation | 4 |
Wie sieht ein Berichtsheft für Orthopädieschuhmacher aus?
So kann ein Wochenbericht als Orthopädieschuhmacher aussehen. Unsere KI erstellt ähnliche Einträge aus deiner 45-Sekunden-Sprachnachricht.
Fußmessung und Pedobarographie: Druckverteilungsanalyse (Pedobarographie) bei Patientin mit Spreizfuß durchgeführt. Ergebnis: erhöhte Belastung unter Metatarsale 2 und 3. Fußlänge, -breite und -umfang mit Ritz gemessen. Befund dokumentiert und Einlagenindikation (GKV PG 08) besprochen.
Einlagenherstellung Thermoplast: Weichbettung (EVA 45 Shore A) für Plattfuß zugeschnitten. Längsgewölbeunterstützung (Pelotte) aus Kork aufgebaut. Retrokapitale Pelotte aus Weichschaum für Spreizfuß-Entlastung eingeklebt. Einlage auf Druckverteilung mit Pedobarograph kontrolliert.
Schuhzurichtung Ballenrolle: Konfektionsschuh mit Ballenrolle versehen: Laufsohle aufgetrennt, Keileinlage (vorne 5 mm, hinten 0 mm) eingearbeitet, Sohle wieder verschlossen. Rollpunkt liegt jetzt 10 mm vor dem Metatarso-Phalangeal-Gelenk. Ergebnis mit Ganganalyse kontrolliert.
Kassenabrechnung: Versorgungsantrag für orthopädischen Schuh (GKV-Hilfsmittelverzeichnis 08.02.01) ausgefüllt. Arztzeugnis und Befundbericht beigefügt. Voranschlag beim GKV eingereicht. Differenz zwischen Festbetrag und Eigenaufwand dem Patienten erläutert. Dokumentation abgelegt.
Maßschuh Diabetisches Fußsyndrom: Gipsabdruck bei Patienten mit Charcot-Fuß abgenommen. Leisten nach Gipsmodell individuell gefräst. Schuhschaft aus weichem Rindsleder gefertigt, kein Druckbereich an Ulkusstelle. Weichbettung für gesamten Fußbereich. Erste Anprobe: Druckkontrolle mit Druckmesspapier.
Versorgung nach Unterschenkelamputation: Protheseninnenstiefel aus thermoplastischem Kunststoff gefertigt. Weichbettung im Stumpfbereich eingeklebt. Anprobe: Stumpf auf Druckstellen kontrolliert, Kontaktflächen geprüft. Gehversuch mit Prothesenbenutzer, Anpassungen vorgenommen. Übergabeprotokoll ausgefüllt.
Was muss ich als Orthopädieschuhmacher über das Berichtsheft wissen?
Was gehört ins Berichtsheft als Orthopädieschuhmacher?
Welche Fachbegriffe gehören als Orthopädieschuhmacher ins Berichtsheft?
Wie unterscheidet sich der Orthopädieschuhmacher vom Maßschuhmacher?
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