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Geprüft von Fabian Bitzer, ehemaliger Azubi und Gründer von BerichtsheftKI
Handwerk | IHK, HWK

Berichtsheft Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden)

Ein Berichtsheft für Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden) ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsnachweis (§43 BBiG), in dem Auszubildende wöchentlich ihre Tätigkeiten und Lerninhalte über die gesamte 3.5-jährige Ausbildungsdauer dokumentieren. Als Gold- und Silberschmied fertigst du Schmuck, Gebrauchsgegenstände und Kunstobjekte aus Edelmetallen. Du schmiedest, lötets, feilts, polierst und setzt Edelsteine. Du bearbeitest Gold, Silber, Platin und deren Legierungen und kennst ihre Eigenschaften und Feingehalte. In der Werkstatt oder in der Industrie fertigst du nach eigenen Entwürfen oder Kundenwünschen Ringe, Ketten, Anhänger und Broschen. Restaurierungsarbeiten an antiken Stücken sowie Reparaturen (Ringweitern, Steinersatz, Scharniere) gehören ebenfalls zu deinem Handwerk. Im Berichtsheft beschreibst du wöchentlich konkret, welche Objekte du gefertigt oder repariert hast, welche Metalle und Techniken du eingesetzt hast und welche Werkzeuge du benutzt hast. Fachbegriffe wie Feingehalt (585, 750, 925), Legierung, Hartlot, Weichlot, Silbertest, Galvanisierung, Niellieren, Granulieren, Chasing, Emaillieren oder Fassungsarten (Zargenfassung, Krappenfassung, Pavefassung) gehören regelmäßig rein. Häufiger Fehler: Azubis beschreiben den Schmuck, nicht den Herstellungsprozess mit Materialangaben.

Auf einen Blick

3.5

Jahre Ausbildung

IHK, HWK

Zuständige Kammer

11

Rahmenplan-Positionen

13

Lernfelder

Das Berichtsheft ist laut §43 BBiG Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Rahmenplan-Daten basieren auf der BIBB-Datenbank und gesetze-im-internet.de.

Was steht im Ausbildungsrahmenplan für Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden)?

Diese Berufsbildpositionen definieren was du in deiner Ausbildung lernst. Die Begriffe sollten in deinem Berichtsheft vorkommen.

Nr. Berufsbildposition Wochen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht 4
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes 3
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 3
4 Edelmetalle und Legierungen 10
5 Grundlegende Schmiedetechniken 16
6 Löten und Fügen 10
7 Schleifen, Feilen und Polieren 12
8 Edelsteinkunde und Fassen 14
9 Oberflächenbehandlung und Veredlung 8
10 Restaurierung und Reparatur 8
11 Kalkulation und Kundengespräch 4

Wie sieht ein Berichtsheft für Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden) aus?

So kann ein Wochenbericht als Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden) aussehen. Unsere KI erstellt ähnliche Einträge aus deiner 45-Sekunden-Sprachnachricht.

KW 7 1. Lehrjahr

Materialkunde Edelmetalle: Goldlegierungen 333, 585 und 750 auf Härte und Farbe verglichen. Strichprobe auf Probierstein durchgeführt, Feingehalt mit Prüfsäure bestimmt. Silber 925 (Sterlingsilber) mit Kupferanteil berechnet: 92,5 % Ag, 7,5 % Cu. Echtheitsstempel (Punzen) erklärt.

KW 19 1. Lehrjahr

Silberring gefertigt: Silberstreifen (925, 2x0,8 mm) auf Dorn gebogen, Naht mit Hartlot (IT geschmolzen 730 °C) gelötet. Lot-Überschuss abgefeilt, Ring auf Ringstock aufgetrieben. Oberfläche mit Schmirgel K120, K240 geschliffen, Hochglanz auf Polierscheibe mit Tripel erzielt.

KW 30 2. Lehrjahr

Zargenfassung für Brillantschliff-Stein: Zargenblech aus 750er Gelbgold ausgesägt, auf Lochdorn gebogen und gelötet. Innenmaß für Brillant 4,5 mm eingearbeitet. Stein eingesetzt, Zargenrand mit Schiebestein umgelegt. Sitz und Parallelität des Zargenrands kontrolliert.

KW 39 2. Lehrjahr

Kette aus Goldscheiben gefertigt: 24 Scheiben aus 585-Gelbgold ausgestanzt, Kanten geglättet. Ösen angelötet, Kettenglieder zusammengehängt. Gesamtlänge 45 cm, Karabinerverschluss angelötet. Galvanisierung: Vergoldung im Goldbad (0,5 µm) für gleichmäßige Farbe und Verschleißschutz.

KW 52 3. Lehrjahr

Reparatur Verlobungsring: Zargenring mit gebrochenem Steg. Bruchstelle mit Ultraschallschweißer analysiert, Lötspalt vorbereitet. Hartlot aufgebracht (Fluxmittel Borax), Flammlöten mit Bunsenbrenner. Ring auf Ringstock gerichtet und neu poliert. Kundengespräch: Reparaturzeit und Garantie besprochen.

KW 64 3. Lehrjahr

Emaillierarbeiten: Kupfergrund feuervergoldet, Zellenschmelz (Cloisonné) mit Golddraht aufgelötet. Transparentes Emaillepulver (blau, rot) in Zellen eingebettet. Brenngang im Muffelofen bei 820 °C, Abkühlungsprotokoll. Oberfläche nach Brand abgeschliffen (Carborundum K400) und nochmals gebrannt.

Welche Lernfelder hat die Berufsschule für Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden)?

LF Bezeichnung Stunden
1 Den Ausbildungsbetrieb und das Goldschmiedehandwerk erkunden 40h
2 Grundlegende Goldschmiedetechniken anwenden 80h
3 Edelmetalle und Legierungen verarbeiten 80h
4 Schmuckstücke entwerfen und planen 80h
5 Schmuckstücke fertigen 80h
6 Fassungen für Edelsteine herstellen 80h
7 Edelsteine einsetzen und fassen 80h
8 Oberflächen veredeln und polieren 60h
9 Silberschmiedearbeiten ausführen 60h
10 Schmuckstücke reparieren und restaurieren 80h
11 Goldschmiedetechniken mit modernen Verfahren verbinden 60h
12 Schmuckstücke präsentieren und bewerten 60h
13 Qualitätssicherung im Goldschmiedehandwerk anwenden 60h

Was muss ich als Gold- und Silberschmied (Goldschmieden, Silberschmieden) über das Berichtsheft wissen?

Was gehört ins Berichtsheft als Gold- und Silberschmied?
Beschreibe jede Woche, welches Schmuckstück oder Objekt du gefertigt oder repariert hast, welche Metalle (mit Feingehalt) und welche Techniken du eingesetzt hast. Lötverfahren, Polierfolgen, Fassungsarten und Edelsteinbezeichnungen müssen konkret benannt sein, um Fachtiefe zu zeigen.
Welche Fachbegriffe gehören als Gold- und Silberschmied ins Berichtsheft?
Feingehalt (333, 585, 750, 925), Hartlot, Borax, Strichprobe, Zargenring, Brillantschliff, Krappenfassung, Galvanisierung, Emaillieren, Cloisonné, Granulieren, Niellieren und Punzierung. Diese Begriffe zeigen Materialkompetenz und handwerkliche Tiefe in der Edelmetalltechnik.
Wie lange dauert die Ausbildung zum Gold- und Silberschmied?
3,5 Jahre (42 Monate). Es ist eine der anspruchsvollsten Handwerksausbildungen. Das Berichtsheft zeigt die Progression von einfachen Grundtechniken (Feilen, Löten) bis zur eigenständigen Fertigung komplexer Schmuckstücke mit Steinfassungen und Oberflächenveredelung.

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