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Geprüft von Fabian Bitzer, ehemaliger Azubi und Gründer von BerichtsheftKI
Handwerk | HWK

Berichtsheft Holzspielzeugmacher

Ein Berichtsheft für Holzspielzeugmacher ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsnachweis (§43 BBiG), in dem Auszubildende wöchentlich ihre Tätigkeiten und Lerninhalte über die gesamte 3-jährige Ausbildungsdauer dokumentieren. Holzspielzeugmacher stellen traditionelles und modernes Holzspielzeug sowie dekorative Holzartikel her. Im Berufsalltag arbeiten sie mit verschiedenen Holzarten wie Buche, Ahorn und Linde und fertigen Spielzeugfiguren, Fahrzeuge, Puppen, Puzzles und Dekorationsartikel an. Sie bedienen Drechselmaschinen, Bandsägen, Schleifmaschinen und Oberfraesen, bearbeiten Holz manuell und maschinell und behandeln Oberflächen mit kindersicheren Farben und Lacken. Das Berichtsheft dokumentiert die eingesetzten Holzbearbeitungsmaschinen und -werkzeuge, angewandte Fertigungstechniken wie Drechseln, Sägen und Schleifen, Qualitätsprüfungen nach Spielzeugrichtlinie EN 71 sowie die verwendeten Oberflächenmittel. Azubis beschreiben auch, wie sie Schablonen und Vorlagen erstellen, Serienfertigungen planen und Maschinen einrichten. Häufige Fehler im Berichtsheft sind fehlende Angaben zu Sicherheitsvorschriften für Kinderspielzeug, zu Maschineneinstellungen oder zu Qualitätsprüfschritten. Ein vollständiger Eintrag benennt das hergestellte Produkt, die Holzart, die angewandte Technik und die Qualitätskontrolle.

Auf einen Blick

3

Jahre Ausbildung

HWK

Zuständige Kammer

12

Rahmenplan-Positionen

Das Berichtsheft ist laut §43 BBiG Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Rahmenplan-Daten basieren auf der BIBB-Datenbank und gesetze-im-internet.de.

Was steht im Ausbildungsrahmenplan für Holzspielzeugmacher?

Diese Berufsbildpositionen definieren was du in deiner Ausbildung lernst. Die Begriffe sollten in deinem Berichtsheft vorkommen.

Nr. Berufsbildposition Wochen
1 Berufsbildung, Arbeits- und Tarifrecht 4
2 Aufbau und Organisation des Ausbildungsbetriebes 2
3 Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit 4
4 Umweltschutz und Entsorgung von Holzabfällen 2
5 Holzarten und Holzwerkstoffe beurteilen und auswahlen 6
6 Maschinen und Werkzeuge bedienen und pflegen 10
7 Drechseln und Fraesen von Spielzeugteilen 12
8 Oberflächenbehandlung mit kindersicheren Mitteln 8
9 Qualitätsprüfung nach Spielzeugrichtlinie EN 71 6
10 Serienfertigung planen und durchführen 10
11 Kundenwünsche umsetzen und individuelle Stücke anfertigen 8
12 Betriebswirtschaftliche Grundlagen und Kalkulation 4

Wie sieht ein Berichtsheft für Holzspielzeugmacher aus?

So kann ein Wochenbericht als Holzspielzeugmacher aussehen. Unsere KI erstellt ähnliche Einträge aus deiner 45-Sekunden-Sprachnachricht.

KW 4 1. Lehrjahr

Zu Beginn der Woche habe ich die Sicherheitsunterweisung für Holzbearbeitungsmaschinen erhalten und die Schutzeinrichtungen an Bandsäge und Schleifmaschine kennengelernt. Danach habe ich verschiedene Holzarten geprüfte: Buchenholz für Fahrzeugkörper, Ahornholz für Räder und Lindenholz für Figuren. Die Holzfeuchte wurde mit dem Feuchtemessgeraet kontrolliert und protokolliert.

KW 16 1. Lehrjahr

Diese Woche habe ich erste Grundformen auf der Drechselmaschine gedreht. Unter Aufsicht des Meisters entstanden Kugelformen und Walzen als Grundkörper für Spielzeugfiguren. Ich habe gelernt, die Drehzahl je nach Holzart und Werkstückdurchmesser einzustellen. Das Schleifen der gedrechselten Teile von Körnung 80 bis 240 schliesst jede Drechseleinheit ab.

KW 6 2. Lehrjahr

In dieser Woche habe ich an der Serienfertigung von Weihnachtsengeln mitgearbeitet. Körper, Kopf und Flügel wurden separat gedrechselt und anschließend verleimt. Die Klebeverbindungen wurden mit Weissleimtyp D3 nach EN 204 ausgeführt. Nach der Trocknungszeit wurden alle Teile auf Massgenauigkeit geprüft und Abweichungen größer 0,5 mm aussortiert.

KW 28 2. Lehrjahr

Diese Woche stand die Oberflächenbehandlung im Mittelpunkt. Ich habe Spielzeugfarben auf Wasserbasis verarbeitet, die den Anforderungen der Spielzeugrichtlinie EN 71-3 entsprechen und keine Schwermetalle enthalten. Die Farbschichten wurden je nach Farbton zwei- bis dreimal aufgetragen und zwischen den Schichten mit Schleifpapier Körnung 320 abgezogen.

KW 10 3. Lehrjahr

Im dritten Lehrjahr habe ich erstmals selbstständig einen Kundenauftrag abgewickelt: ein personalisiertes Holzauto mit eingraviertem Namen. Ich habe den Auftrag kalkuliert, die Fertigungsschritte geplant, das Buchenvollholz bearbeitet und das Fahrzeug nach Kundenzeichnung gefertigt. Die Gravur erfolgte mit dem CNC-Gravierstift. Das Endprodukt wurde auf Kantenfreiheit und Schleifqualität geprüft.

KW 24 3. Lehrjahr

Diese Woche habe ich die Abschlussarbeit für die Gesellenprüfung vorbereitet. Ich habe den Entwurf für ein Holzpuppenstück erarbeitet, Zeichnungen erstellt und einen Materialbedarf berechnet. Der Meister hat den Plan geprüft und einzelne Massvorgaben präzisiert. Anschließend habe ich den Rohling aus Buchenholz zugesägt und die erste Bearbeitungsstufe auf der Oberfraese begonnen.

Was muss ich als Holzspielzeugmacher über das Berichtsheft wissen?

Was gehört in das Berichtsheft eines Holzspielzeugmachers?
Du dokumentierst alle Tätigkeiten der Woche: welche Spielzeugteile gefertigt wurden, welche Maschinen und Werkzeuge eingesetzt wurden, welche Holzart verwendet wurde und wie die Qualitätsprüfung verlief. Verweise auf Normen wie EN 71 oder Leimtypen nach EN 204 zeigen, dass du den fachlichen Zusammenhang verstehst. Beschreibe auch Fehler und deren Ursachen.
Muss ich im Berichtsheft auf Sicherheitsvorschriften für Kinderspielzeug eingehen?
Ja, der Ausbildungsrahmenplan schreibt vor, dass Qualitäts- und Sicherheitsaspekte dokumentiert werden. Wenn du Oberflächenmittel aufträgest oder Spielzeugteile prüfst, sollte im Bericht stehen, welche Normen eingehalten werden, zum Beispiel EN 71 für mechanische Eigenschaften oder Schadstoffe. Das zeigt Bewusstsein für die besonderen Anforderungen bei Kinderartikeln.
Wie oft muss das Berichtsheft beim Holzspielzeugmacher abgezeichnet werden?
In der Regel unterzeichnet dein Ausbilder das Berichtsheft wöchentlich oder monatlich, je nach Betrieb. Die HWK schreibt vor, dass das Heft regelmäßig geprüft und abgezeichnet wird. Reiche es frühzeitig ein, damit dein Ausbilder Zeit hat, Einträge zu korrigieren oder zu erganzen. Verspätete oder lückenhafte Berichte können zur Zurückweisung bei der Prüfungsanmeldung führen.

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