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Geprüft von Fabian Bitzer, ehemaliger Azubi und Gründer von BerichtsheftKI
Industrie | IHK

Berichtsheft Zerspanungsmechaniker

Ein Berichtsheft für Zerspanungsmechaniker ist der gesetzlich vorgeschriebene Ausbildungsnachweis (§43 BBiG), in dem Auszubildende wöchentlich ihre Tätigkeiten und Lerninhalte über die gesamte 3.5-jährige Ausbildungsdauer dokumentieren. G-Code schreiben, Werkzeuge einmessen, Nullpunkt setzen, Span um Span auf Maß zerspanen: Als Zerspanungsmechaniker fertigst du Präzisionsteile aus Metall und Kunststoff mit CNC-gesteuerten Dreh-, Fräs- und Schleifmaschinen. Du programmierst CNC-Steuerungen (DIN 66025/G-Code oder ISO), richtest Maschinen mit Werkzeughalter und Spannmittel ein und überwachst den Fertigungsprozess mit Blick auf Oberflächenqualität, Maßhaltigkeit und Kühlschmierstoffversorgung. Toleranzen im Hundertstel-Millimeter-Bereich sind nicht die Ausnahme, sondern der Normalfall. Qualitätskontrolle mit Bügelmessschraube, Messuhr und Koordinatenmessmaschine gehört zu deinem Tagesgeschäft. Im Berichtsheft solltest du pro Woche genau benennen: Welcher Werkstoff, welches CNC-Programm, welche Schnittdaten (Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, Zustellung), welche Toleranzklasse, welches Messmittel? Fachbegriffe wie G-Code-Befehl, Wendeschneidplatte, Drallwinkel, Schnittgeschwindigkeit vc, Rauigkeit Ra oder CAM-Software machen deinen Nachweis technisch fundiert. Häufiger Fehler: Azubis beschreiben das fertige Werkstück, ohne Schnittdaten, Werkzeugauswahl oder Qualitätsprüfung zu erwähnen.

Auf einen Blick

3.5

Jahre Ausbildung

IHK

Zuständige Kammer

6

Rahmenplan-Positionen

13

Lernfelder

Das Berichtsheft ist laut §43 BBiG Zulassungsvoraussetzung zur Abschlussprüfung. Rahmenplan-Daten basieren auf der BIBB-Datenbank und gesetze-im-internet.de.

Was steht im Ausbildungsrahmenplan für Zerspanungsmechaniker?

Diese Berufsbildpositionen definieren was du in deiner Ausbildung lernst. Die Begriffe sollten in deinem Berichtsheft vorkommen.

Nr. Berufsbildposition Wochen
1 Planen und Organisieren der Arbeit 6
2 Programmieren von CNC-Werkzeugmaschinen 16
3 Einrichten von Werkzeugmaschinen und Fertigungssystemen 14
4 Herstellen von Werkstücken durch spanende Fertigungsverfahren 24
5 Qualitätssicherung und Prozessüberwachung 12
6 Instandhaltung von Werkzeugmaschinen 8

Wie sieht ein Berichtsheft für Zerspanungsmechaniker aus?

So kann ein Wochenbericht als Zerspanungsmechaniker aussehen. Unsere KI erstellt ähnliche Einträge aus deiner 45-Sekunden-Sprachnachricht.

KW 7 1. Lehrjahr

Grundlagen der manuellen Zerspanung: Werkstücke angerissen, gesägt und gefeilt. Maßkontrolle mit Messschieber. Werkstoffkunde zu Stahl und Aluminium besprochen.

KW 20 1. Lehrjahr

Erste Übungen an der konventionellen Drehmaschine. Welle auf Maß gedreht, Fase angebracht und Einstich gestochen. Schnittgeschwindigkeit nach Werkstofftabelle berechnet.

KW 38 1. Lehrjahr

Einführung in die CNC-Programmierung. Einfache Drehkonturen in G-Code programmiert. Werkzeugkorrekturen und Nullpunktverschiebung am Simulator geübt.

KW 14 2. Lehrjahr

CNC-Fräsmaschine eingerichtet: Werkstück in Schraubstock gespannt, Werkzeuge vermessen und Werkzeugkorrekturen eingegeben. Tasche und Kontur nach Programm gefräst.

KW 42 2. Lehrjahr

Serienproduktion von Passstiften auf der CNC-Drehmaschine. Schnittdaten optimiert, um Oberflächengüte Ra 1,6 zu erreichen. Stichprobenprüfung mit Bügelmessschraube.

KW 24 3. Lehrjahr

Komplexes Frästeil mit 3D-Kontur nach CAD-Daten gefertigt. CAM-Programm erstellt, Simulationslauf durchgeführt und das fertige Teil auf der Koordinatenmessmaschine geprüft.

Welche Lernfelder hat die Berufsschule für Zerspanungsmechaniker?

LF Bezeichnung Stunden
1 Grundlegende Fertigungsverfahren unterscheiden 60h
2 Drehen 80h
3 Fräsen 80h
4 Bohren, Senken und Reiben 80h
5 Schleifen 80h
6 CNC-gesteuerte Bearbeitungsmaschinen einrichten 80h
7 CNC-gesteuerte Bearbeitungsmaschinen bedienen 80h
8 Baugruppen montieren 80h
9 Mehrspindlige Bearbeitungszentren einsetzen 80h
10 Aufgaben der Fertigungssteuerung wahrnehmen 60h
11 Kühl- und Schmierstoffe einsetzen 60h
12 Arbeitssicherheit und Umweltschutz umsetzen 60h
13 Qualitätssicherung in der Zerspanung sichern 80h

Was muss ich als Zerspanungsmechaniker über das Berichtsheft wissen?

Wie oft muss ich als Zerspanungsmechaniker das Berichtsheft führen?
Wöchentlich über 3,5 Jahre. Die IHK prüft vollständige Nachweise vor der Abschlussprüfung. Bei Zerspanungsberufen wechseln die Werkstücke oft schnell, daher empfiehlt es sich, direkt nach dem Schichtende eine Kurzzusammenfassung zu notieren und diese am Wochenende zum Berichtsheft auszuarbeiten.
Welche Fachbegriffe gehören ins Berichtsheft als Zerspanungsmechaniker?
G-Code (G01, G02, G03 usw.), Schnittgeschwindigkeit vc, Vorschub f, Zustellung ap, Wendeschneidplatte (Material, Geometrie), Werkzeugdurchmesser, Toleranzklasse (IT6, IT7), Rauigkeit Ra, Bügelmessschraube, Messuhr, Koordinatenmessmaschine, Kühlschmierstoff, Spanbildung oder CAM-Software (Mastercam, Hypermill). Werkstoffbezeichnung immer mit angeben.
Wird das Berichtsheft bei der IHK-Abschlussprüfung Zerspanungsmechaniker kontrolliert?
Ja. Die IHK prüft Vollständigkeit und Plausibilität. In der Abschlussprüfung gibt es einen betrieblichen Auftrag, bei dem du ein Werkstück fertigen und dokumentieren musst. Wer sein Berichtsheft mit konkreten Schnittdaten und Messergebnissen geführt hat, ist auf diesen Teil gut vorbereitet.

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